Samstag, 9. Dezember 2017

12tel Blick im November 2017



Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen.  Mein vorletzter Rundgang an meinem 12tel Blick war am vorletzten Mittwoch, 29.11.17.  Ich bin spät dran, was das Dokumentieren betrifft.




Ich war echt überrascht über das tolle Wetter, was meinen Blick auch  gar nicht so grau erschienen ließ, wie die letzten verregneten Tage vermuten lassen mussten.
Einen Tag später war alles dick verschneit und jetzt ist Frau Holle auch schon wieder dabei, ihre  Betten ausschütteln.




Enten können lesen und halten sich an dieses Schild:




















Von diesem Punkt, am hinteren Ende desTeiches, sieht es schon eher wie Ende November aus.




Das Laub im Wassertretbecken wandelt sich langsam . Vergeht.




Um das Tümpelkrokodil  wird es wieder luftiger, es liegt fast ungeschützt, wenn da mal ein Drache geflogen kommt, kann ich für nichts garantieren.




Auf diesen monatlichen Spaziergängen hier treffe ich ganz wenig Menschen, höchstens welche mit Hund. Ältere Ehepaare, die einen flotten Schritt drauf haben. Ich bin eher langsam, da ich beobachten will, was sich hier in 4 Wochen verändert hat und ich will zur Ruhe kommen.




 Ich bin  eine Ente wie diese, die das Alleinsein genießen kann und wirklich auch braucht, aber eben  nicht nur. Gesellschaft mag ich auch.




Dieses Foto erinnert mich an ein Lieblingsbild, das ich vor Jahren während einer Ausbildung einmal  im Kunstmuseum in Hagen gesehen und bewundert habe. Nicht nur das, ich habe es nachempfunden und mich damit sehr beschäftigt...




Ich erinnere mich gerne an diese intensive Zeit mit so vielen interessanten und kreativen Menschen.




Die letzten Wochen waren eher von der Tatsache " wie kriege ich mein Leben hin mit einer blöden Erkältung, die nicht gehen will, die keiner haben will ",  die mit Husten und Kopfschmerzen des Teufels und anderen blöden Nebenwirkungen begleitet war /ist.




Hat es etwa etwas zu bedeuten, dass ich mich bei meinem Sohn angesteckt hatte, der jetzt ausgezogen ist?? Wer weiß...




Diese Farben werden nun nicht gerade mein Farbspektrum bei der Adventspost ausmachen. Obwohl ich sie eigentlich ganz interessant finde, diese Zusammensetzung. Wie mein Beitrag endgültig aussieht, steht am Ende dieses Wochenendes fest.



Ich bin selbst gespannt.
Bis bald also.... einen schönen 2.Advent Euch allen!




Ich versinke wie immer zu Tabeas 12tel Blick-Sammlung.

Sonntag, 29. Oktober 2017

12tel Blick im Oktober 2017



Zwischen dunklen Regen- und Sturmwolken habe ich doch noch etwas blauen Himmel für meinen 12tel Rundgang gefunden.




Der kleine LorbeerBaum am Eingang trägt rote Früchte, ansonsten sehe ich gleich nur noch die typischen Farben des vergehenden Herbstes: gelb, braun und grün.




Huch, was für ein Modder in den Springbrunnenbecken, die nun schon abgestellt sind. Das Laub versinkt im Schlamm.




Alles vergeht, der Lauf der Dinge.
Meistens erzähle ich euch bei diesem Rundgang, was mich zur Zeit beschäftigt.




    Zwei Wochen freie Zeit liegen gerade hinter mir. Urlaub streng genommen.
    Das Wichtigste für mich war, Zeit zu haben. Zeit, um Dinge erledigen zu können, wie Haus,     Garten,  Auto und Mensch "winterfest" zu machen. Liegengebliebenes erledigen zu können.




    Wir fahren in den Herbstferien gerne an die Nordsee. Diesmal passte es leider nicht.
    Der große Sohn zieht aus (Hilfe ist da willkommen), der jüngere Sohn macht Fahrschule (teuer).

 


    In den letzten beiden Wochen tat es mir gut (ich muss beruflich meist sitzen), körperlich zu Hause zu arbeiten, etwas fertigzubekommen, Fenster zu putzen, den Garten umzugraben, neue Pflanzen für den linken Gartenflügel auszuwählen und zu pflanzen. Bevor es kalt wird.




    Das Wetter war fein dazu. Es tat gut, die Pausen auf der Terrasse zu verbringen und die Sonne
    auf dem Gesicht zu spüren.




    Dieser Tage erlebe ich auch gerade,wie es sich anfühlt, wenn das Nest leerer wird.
    Mein ältester Sohn renoviert zusammen mit seiner Freundin die erste gemeinsame Wohnung.




   Die "Jugend von heute". Wahnsinn, was die auf die Reihe kriegen, wie organisiert und fleißig die    
   sind. Es ist gerade mal 14 Tage her, dass sie die Wohnung besichtigt haben.




    Inzwischen ist dort, wo es nötig war, tapeziert, gestrichen,  Möbel wurden ausgesucht, "nach Hause" transportiert und aufgebaut...




    Nun heißt es bald, Abschied zu nehmen. Es wird ruhiger hier, es wird weniger Wäsche geben.
    Er wird uns fehlen. Seinem Bruder und mir.




    Zum Glück ist er nicht weit weg. Das ist was neues in unserer Familie. Ich habe nie Verwandte in
    der Nähe gehabt. Es wäre schön, wenn die Familie diesmal zusammenbleiben könnte, in der Nähe, auf einen Kaffee erreichbar..




    Natürlich freue ich mich für meinen Sohn, dass er selbständig wird und auch darüber, wie er das Ganze anpackt.




    Er schaut nach vorn, freut sich auf das Leben, das vor ihm liegt.




    Ich schaue auch mit ihm mit Freude nach vorn, aber auch etwas wehmütig zurück.
 



    Aber so ist es richtig. Flügge werden und ein eigenes Nest bauen.




    Genau wie diese jungen Graugänse, die ich nun fast ein Jahr beobachtet habe.




    Beim nächsten Besuch hier wird wohl kein Laub mehr auf den Bäumen sein. Die Gänse werden    
    bestimmt immer noch da sein ...




    Auch zu Hause im Garten vergehen die letzten sanften Farben.




    Die Morgen- und Abendhimmel sind wahre Farbenschauspiele.




    ... und die Elefanten schlüpfen in ihr Winterkleid.




Ich wünsche euch eine wunderbare Woche.








Samstag, 7. Oktober 2017

"Da bin ich wieder"... sagte Reinhard




Ein stürmischer Tag, dieser 5. Oktober.  Zum Glück blieben wir hier im Münsterland vom Schlimmsten verschont.  Mein Sohn berichtete von seiner Reise nach Berlin, dass er ein Flugzeug beobachtet habe, das den Landeanflug abbrechen musste...

Zeit für "Wind Nord/Ost , Startbahn Null Drei" 
Reinhard Mey ist wieder in Münster!




Wie immer sieht man vor dem Konzert nur die pure Bühne und die Gitarre, auf der er seine Lieder den ganzen Abend begleiten wird.

Dann ist es endlich soweit -  Reinhard Mey erscheint. Der 74-Jährige betritt unter großem Beifall, unglaublich dynamisch die Bühne. Die Zuschauer sind aus den Altersgruppen 4 bis keine Ahnung, 85 vielleicht?




Er singt aus seiner neuen CD von 2016 "Mister Lee", er singt ganz alte und auch wieder aktuelle Stücke. Und Stücke, die eine neue Bedeutung für ihn bekommen haben.
Von  aktuellen Liedern über "Zeugnistag", "Über den Wolken" , das unglaublich schöne, alte Stück "Die Jahreszeiten eines Lebens", "Sei Wachsam", eine umgedichtete Version von "Seraphina" bis hin zu "Mister Lee" (unter dem Link könnt ihr ein Video der Studioaufnahme sehen). Stehende Ovationen.
Ein Höhepunkt ist natürlich immer ein unveröffentlichtes, neues Stück. Diesmal drehte sich das um die Uckermark ;).




Reinhard Mey hat einen Sohn verloren. Das prägt ihn, machte ihn in den letzten Jahren sehr traurig.
Heute merkt man, wie ihn die Lebenslust wieder hat, wie er mit dem Verlust umgeht und wie bewusst
er das endlich werdende Leben genießt.
Von wegen - er vergißt seine Lieder, davon konnte an diesem Abend überhaupt nicht die Rede sein. Er war schlagfertig, wortwitzig, dankbar. Er erzählte viel aus seinem Leben, Dinge, die ich noch nicht kannte.
Ein wunderbarer Abend, der wie immer mit dem Lied "Gute Nacht, Freunde" endete, bei dem das Fotografieren und Filmen erlaubt war. Danke, Reinhard!




Tja, und diese Woche wird mein jüngster Sohn 18. Wir haben gestern als Geschenk zusammen eine Gitarre gekauft. Die Augen leuchteten.




Heute ist es 28 Jahre her, dass ich mit meinem damaligen Freund Klaus in Berlin war.  Der 6. und 7.10.1989, als Gorbatschow dem 40. Jahrestag der DDR einen Besuch abstattete. 
Wir sahen uns die Generalproben für die Militärparade am Vorabend an, hörten später die "Gorbi, Gorbi!!"-Rufe... von diesem Zeitpunkt an dauerte es nicht mehr lange, bis sich die Mauer öffnete.

Dieses beeindruckende Foto hat meine Freundin gestern Abend in Berlin geschossen.






verlinkt zu Andrea's  Samstagsplausch und zu Denise' s Wochenglück.



Samstag, 30. September 2017

12tel Blick im September 2017



    Mein 12tel- Rundgang im September 2017.  Es ist recht warm, 22 Grad,  leicht schwül und es
    herbstet.  Freitag nachmittag. Für den heutigen 30. wurde Regen angesagt. Wenn ich die Wahl habe  
    dann gehe ich lieber bei Sonne spazieren.




    Allzuviel Laub liegt noch nicht auf dem Boden.




    Aber es ist nicht zu übersehen, der Herbst kommt jetzt mit seiner ganzen Schönheit.




    In Gedanken war ich in diesem Monat schon einige Male hier am Wasser.




    Diesen Weg bin ich im September vor 25 Jahren in einem weißen Kleid, frisch verheiratet,       entlanggegangen. Mit ihm, den Trauzeugen und dem netten älteren Fotografen-Ehepaar.




    Das Wetter war damals etwa genauso schön. Wir beide damals, mit der Überzeugung, wir würden von nun an gemeinsam durch das Leben gehen.




    Er hatte für die Einladung zur Hochzeit ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry aus dem "Kleinen Prinzen" herausgesucht.
    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast."



 
    Das Fotografenpaar knipste an schönen Stellen Brautbilder.




    In ihrem Portfolio hatten sie auch eins von diesem Ort, das sie immer gern machten. Die Braut
    allein unter einem Baum. Das ist er, heute, der Baum.




    Hier war es, damals...




 Wir hätten in diesem Monat unseren 25. Hochzeitstag gehabt.
Ich bin froh, dass ich irgendwann den Mut fand, das, was mir schon lange nicht mehr guttat, zu beenden und nun meinen eigenen Weg zu gehen. Das hat mich stark und wieder selbstbewusster gemacht.





    Das Leben geht weiter. Ich liebe übrigens diese Wasserfotos. Es glitzert, spiegelt und leuchtet.




    Hier hätte ich mit mehr Laub und Dreck gerechnet - es ist noch immer schön, das Kneippbecken.




Mal schauen, wie es Ende Oktober hier aussieht. Ob überhaupt noch Laub auf den Bäumen ist, und ob es Aussichten auf eine neue Regierung gibt.




    Ich hatte diese Woche eine Begegnung mit einem AFD-Wähler.  Laut, vorwurfsvoll, polternd vor  
    Stolz über das Wahlergebnis und voller Drohung, dass es noch schlimmer kommen müsse.
    Im Grunde war er nur ein besorgter Vater, der sich um seine Tochter sorgte. Er wollte gehört          
    werden und brauchte die Anerkennung, dass er sich um ihre Zukunft kümmert.
    Auf eine recht aufwendige Weise. Ich hätte auch eine leisere Sprache verstanden.
 




    Dieses Baumkrokodil ist nun richtig vom Herbst eingehüllt.




   Ein weiteres Wasserbild. Es wirkt fast wie verwurzeltes oder gestieltes Laub.




    Die Graugänse sind  immer noch da. Die eine Hälfte hinten unter den Bäumen,  die andere schaut,     wie sie nun hergeschwommen kommen.  Schön sehen sie aus.




    Wasser.




Da kommen sie.  Enten habe ich heute keine gesehen.  Nur Gänse. 




Ich wünsche einen schönen Sonntag allerseits und freue mich auf die nächste Woche.